Samstag, 29. Januar 2011

Mittwochreport

Meine Strategie zum Abbau des UFO-Bergs zeigt kleine Erfolge. Es braucht aber wirklich Disziplin, an meinem freien Tag nur an den unfertigen Sachen zu arbeiten. Im Moment bin jeweils mit dem petrolfarbenen Moss-Jäckchen beschäftigt und habe nun den Armausschnitt der Vorderteile in Angriff genommen. Der rote Faden markiert den Beginn meiner "mittwöchentlichen" Bearbeitung.



Bis jetzt habe ich der grossen Versuchung widerstanden, am Sonnensegel weiter zu stricken. Von den Noro-Farbverläufen bin ich immer wieder total begeistert:


Und gleich nochmals Sonnensegel:
Im Photokurs befassen wir uns mit der Tiefenschärfe. Die aktuelle Hausaufgabe: zwei Bilder desselben Objekts, einmal mit wenig und einmal mit grosser Tiefenschärfe (=entsprechende Blendeneinstellung):



(Ja, in diesem kleinen Format sehe ich den Unterschied zwischen den beiden Bildern auch fast nicht ... )

Freitag, 28. Januar 2011

The End


Die Solothurner Filmtage, grösste Werkschau des Schweizer Filmschaffens, sind zu Ende.

Ich habe mir ein paar Tage frei genommen und viele Filme angeschaut. Hier einige meiner Favoriten - alles Dok-Filme:

Boggsen Ueber das (Wieder-)erlernen von Lesen und Schreiben als Erwachsene. 800'000 Schweizerinnen und Schweizer bekunden nach Schulabgang Mühe mit Lesen und Schreiben.

Arme Seelen siehe Filmbeschreibung auf der Website

Der Zar aus Reussbühl Eine Geschichte von Träumen und Wundern und zum Schmunzeln.

Rio Sonata Ein schönes Portait der brasilianischen Sängern Nana Caymmi.

Insgesamt wurden nahezu 300 Filme gezeigt. Die kleine Provinzstadt vibriert in diesen Tagen jeweils auf ganz ungewohnte Art und die Stimmung ist unvergleichlich.

Fortsetzung folgt - same time next year ...


Fotos aus der Hand, ohne Blitz, 1600 ISO ;-))

Mittwoch, 26. Januar 2011

Hausaufgabe

Ich besuche seit kurzem einen Photokurs. Die Hausaufgabe für diese Woche stelle ich doch auch gleich mal hier ein: 3 Bilder aus unserer Wohnung/Haus - innen oder aussen. Ich habe mich schlussendlich für die folgenden drei entschieden:










Der Kurs ist wirklich etwas wert. Ich lerne jedes Mal etwas dazu und seit kurzem habe ich meine Kamera nicht mehr auf Automatik, sondern ganz stolz auf P (Programmieren) eingestellt. Ich weiss, was sich hinter den vielen Registern im Menu versteckt und wieso meine letzten Bilder vom sonnenüberfluteten Lac Léman viel zu hell wurden --- 1600 ISO geht da einfach nicht :-)). Es macht grossen Spass, Neues zu lernen und auszuprobieren und damit auch die Welt wieder mit etwas anderen Augen zu entdecken.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Mützenzeit

Winter ist Mützenzeit. Bereits seit einiger Zeit fertig ist diese "Two in One Spiral Hat" nach der Anleitung (deutsch) von Angelina.

Und hier gemodelt vom Damenbesuch meines Sohns:

60 g Lang Yarns Merino 150, N Nr. 4

Sonntag, 9. Januar 2011

Sailing

Ich segle mit viel Schwung ins neue Jahr, da passt das Sonnensegel gut als Begleiter. Gesehen bei Angelika und endlich ist klar, wofür ich meine zwei Knäuel Noro Silk Garden Lite verwenden werde. So lange haben sie in meinem Vorrat ausharren müssen, aber das Warten hat sich ganz bestimmt gelohnt:

Noro Silk Garden Lite Farbe 2013, Rowan Kidsilk Haze Farbe 598, N. Nr. 4

So gehts nicht mehr weiter oder: Neues Jahr, neue Regeln.

Am liebsten möchte ich zur Zeit von morgens bis abends nur noch stricken (und häkeln). Meine Liste der Wunschobjekte wächst täglich. LEIDER sieht aber die Realität etwas anders aus und die Liste meiner angefangenen Projekte ist fast ebenso lang. Sie hat für mein Empfinden ein Ausmass erreicht, das mich belastet und deshalb Gegenmassnahmen erfordert. Anstelle von Neujahrsvorsätzen habe ich mir nun gewisse Regeln aufgestellt - vielleicht ist das ja auch ein und dasselbe.

Das alles wartet auf Fertigstellung:

Stonington Shawl, hellblau
Filati-Pullover, dunkelbraun
Linarte-Jäckchen, petrolgrün
(Bilder hier)

Adesso-Jäckchen, rot (noch kein Bild).

Daneben gibt es ein paar angefangene Kleinigkeiten. Sie belasten mich aber nicht, weil ich weiss, dass sie irgendwann mal in einer Zwischenphase schnell "erledigt" sein werden.

Und schlussendlich ist da noch der angefangene Lanesplitter-Rock, bei dem ich auf Nachschub der einen Farbe warte. Der kommt aber nicht mit auf die Liste, weil er sich im Eiltempo fast von selbst strickt. Sein Aufenthalt im Strickkorb ist absehbar, vermutlich wird er ihn als nächstes Stück verlassen.

Die Neat Ripple-Decke läuft ausser Konkurrenz, da ich bei ihr den Zeithorizont wohlweislich bis zu meinem Altersheim-Eintritt genügend weit gesteckt habe. An ihr arbeite ich gerne bei Sonnenschein auf meinem Balkon, ab Temperaturen von 20° aufwärts. Es wird also noch eine Weile dauern, bis in unseren Breitengraden die Voraussetzungen dafür wieder gegeben sind.

Nun aber zu meinen Regeln:

1. Ich darf nur noch ein neues Stück anstricken, wenn ich ein anderes fertig gestrickt habe. Mich selbst überlistend habe ich vor diesem Blogeintrag noch schnell ein Sonnensegel angestrickt ... ;-))

2. Hier übernehme ich die Idee von Jinx: sie hat einen Wochentag zum WIP of Doom Day bestimmt und an diesem Tag nur an angefangenen Stücken weiter gestrickt. Genau so werde ich es auch machen: ab jetzt ist der Mittwoch der Doom Day für die Strickkorbhüter.

Das wird eine ziemliche Disziplin-Uebung werden, aber ich verspreche mir davon doch eine Gesundschrumpfung. Schliesslich war ich ja irgend wann mal total begeistert, als ich all die Dinge angefangen habe. Und mein persönliches Jahr hat so gut begonnen, da will ich den Schwung gleich für meine Strickerei mit ausnützen.

Freitag, 31. Dezember 2010

Ein Blick zurück

Das vergangene Jahr hat mir viel abverlangt und ich bin froh, dass es zu Ende geht. Natürlich ist damit die Hoffnung verbunden, dass das neue Jahr ein leichteres sein wird und viel Erfreuliches für mich bereit hält.

Wie bereits früher habe ich mich bei meinem Blick zurück auf das vergangene Jahr durch diese Fragen leiten lassen:

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
4 über alles, streckenweise 3.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Ab.

3. Haare länger oder kürzer?
Immer ungefähr gleich.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich trage immer noch dieselbe Brille, aber müsste sie längstens mal anpassen lassen.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich und fast noch wichtiger: genügend.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Die Situation an meinem Arbeitsplatz hat sich für mich verschlechtert.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Eher weniger, allerdings nicht was Wollkäufe anbelangt ….

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Materiell nein.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Gleich wenig oder gleich viel.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Eine happige Bronchitis.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Eben diese.

12. Der hirnrissigste Plan?
Eine Bettdecke häkeln (Zeithorizont: Eintritt ins Altersheim).

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Gefahr hat einen ganz kleinen Platz in meinem Leben oder anders gesagt, ich richte mir mein Leben so ein, dass da wenig Platz ist für Gefährliches. Es ist für mich nicht erstrebenswert, im Gegenteil, ich habs gerne klar, sicher und gemütlich.

14. Die teuerste Anschaffung?
Mein GA.

15. Das leckerste Essen?
Ein Fisch in einem Restaurant direkt am Meer.

16. Das beeindruckendste Buch?
Es sind zwei, das erste zum ersten Mal, das zweite zum zweiten Mal gelesen:

a)"Melnitz" von Charles Lewinsky. Der Autor beschreibt die fiktive Geschichte der jüdischen Familie Meijer vor dem Hintergrund der geschichtlichen Ereignisse in der Schweiz über eine Zeitspanne von 1871 - 1945. Sehr empfehlenswerte Lektüre, die sich über mehr als 770 Seiten hinzieht.

b)"Angelas Ashes" von Frank McCourt, eindrückliche und ausserordentlich schön geschriebene Geschichte einer üblen irisch-katholischen Kindheit (Autobiografie). Absolut empfehlenswert in der Originalsprache.

17. Der ergreifendste Film?
"Miss Potter" über das Leben der Kinderbuchautorin Beatrix Potter.

18. Die beste CD?
Best of Jean Ferrat mit so wunderbaren Chansons wie "La Montagne" oder "Que serais-je sans toi".

19. Das schönste Konzert?
Leonard Cohen in Basel.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mir selbst – oh wunder.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Das bleibt geheim.

22. Zum ersten Mal getan?
Mich von meinem Kind getrennt, weil es dort lebt wo es seine Ausbildung macht.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Eine Häkelarbeit in Angriff genommen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Abschiede und Brüche in langjährigen Freundschaften.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
---

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich vermute mal, es ist dieses hier.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zwei Briefe und deren Inhalt.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Offenbar gab es keinen, der sich mir bis heute eingeprägt hat.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Siehe 28.

30. Dein Wort des Jahres?
Gläserner Himmel.

31. Dein Unwort des Jahres?
Bruch (Ab-, Auf-, Durch-).

32. Dein Lieblingsspruch des Jahres?
"There is a crack in everything, that's where the light gets in."
Leonard Cohen

(Alles hat eine brüchige Stelle, dort tritt das Licht ein.)

33. Dein Lieblingsblogs / Website des Jahres?

http://www.ravelry.com/

Knit two, purl two

Tichiro

Immer wieder was Leckeres gibts hier

34. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen mit demjenigen vom Vorjahr: bitte sehr.