Freitag, 10. Mai 2013

Vieles neu macht der Mai

Seit einiger Zeit bin ich unter die Näherinnen gegangen. In unserer Stadt hat es einen kleinen aber feinen Stoffladen, die Besitzerin bietet auch Nähkurse an. Und so kaufe ich nicht nur ihre ausgesucht schönen Stoffe und staple sie wie bis anhin zu Hause im Regal, sondern verarbeite sie endlich auch - umso mehr als es im blauen Zimmer nun Platz für eine Nähecke hat. Das Nähen ist eine grosse Herausforderung für mich. Ich bin es mir vom Stricken her nicht gewohnt, so bald an Grenzen zu stossen. Ohne Unterstützung wäre wohl bereits manches Stück in der Ecke gelandet.

In den letzten Jahren habe ich vergebens in Geschäften nach einem passenden Sommerkleid für mich gesucht. Nun wird diese Sommerwiese auf einem feinen Baumwollstoff


hoffentlich meinen Wunsch erfülllen.


 Natürlich wird es länger und die Flatterärmel lasse ich weg (Muster aus Ottobre Frühjahr Sommer 2 / 12).

Ein einfaches Einsteiger-Projekt waren diese Jersey-Schlauchjupes. Tragefotos sind mangels Fotograf (und Mut) bisher noch nicht möglich ...


Und: der Schnee ist weg, Grün und Rosa ist angesagt - endlich und zum Glück!


Samstag, 4. Mai 2013

Frühlingsputz der besonderen Art

Ja, ich weiss. Der Schnee ist nun wirklich nicht mehr angesagt. Das Buchenlaub ist da, die Tage heller und länger, und zwischen dem Grün leuchtet es hie und da auch weiss, gelb und rosa. Im Garten vergnügen sich die Schnecken an den ersten Salatsetzlingen und die Schachbrettlilie ist schon fast verblüht.

Ein möglicher Grund für die lange Pause hier:



Ich bereue es sehr, keine Bilder von vorher gemacht zu haben. Beide Räume waren vollgestopft fast bis zur Decke und mit einem gruseligen grauen Spannteppich belegt. Nach 16 Jahren wars Zeit für einen neuen Anstrich und für einen neuen Boden. Wenn ich jetzt die leeren Räume betrachte, wird mir erst bewusst, was für ein Kraftakt die Räumung gewesen ist und dass ich da einen grossen Teil meiner Energie dafür gebraucht habe. Und so ist auch klar, dass bezüglich Stricken wieder mal eine Lappenzeit mit kleinen Häppchen angesagt war.



Baumwollgarn, N Nr. 4, 60 M

Mittwoch, 27. März 2013

Sonntag, 10. März 2013

Eine Kleinigkeit

In der Ferienwoche bin ich neben dem Skifahren auch noch zum Stricken gekommen. Unter anderem ist diese Kleinigkeit entstanden. Von der grauen Sockenwolle bin ich begeistert, das nächste Sockenpaar ist geplant.




Aus je einem Rest Jawoll Magic vom Pimlico und Lanartus Fine Merino Socks,
N Nr. 2,75, Anschlag 54 M, Ravelry-Link

Und dann hab ich da noch etwas ganz Feines angefangen, eine Auftragsarbeit für einen Mohairpullover aus Schulana Kid-Seta Melange. Wie immer bei diesen feinen Mohairgarnen ist der Anfang eine schlüpfrige Bastelei, aber nach den ersten paar Nadeln gehts nun ganz flott vorwärts. Das Muster habe ich im Frühlingsheft der Stricktrend gefunden.



Nun hoffe ich, dass der Frühling gleich um die Ecke ist und bald hervorguckt und die Schachbrettlilie im Garten zum Blühen bringt.



Samstag, 2. März 2013

Schneezeit



Auf mich wartet eine Woche im Schnee, Skier sind mit dabei und Strickzeug natürlich auch! Das Kuhbild gibts als Karte hier zu erstehen.

Danach ist hoffentlich hellgrün und rosarot angesagt und es darf ganz zügig Frühling werden.

Sonntag, 24. Februar 2013

Pimlico in Basel

Schnell mal zwischendurch ist ein Halswärmer nach der Anleitung von Alexandra Brinck via Ravelry entstanden. Und obwohl ich dafür Sockenwolle verwendet habe, ist er angenehm zu tragen und wärmt schön. Als Modell stellte sich erneut eine Brunnenfigur zur Verfügung, dieses Mal aber in Basel während der Fasnacht:






80 g Lang Jawoll Magic, N Nr. 3,5

Montag, 18. Februar 2013

Jaeger erlegt.

Die Jaeger ist erlegt. Ja, grammatikalisch korrekt.

Zum Anfang des neuen Jahres habe ich mich mit meinem Wollvorrat beschäftigt und dabei Wolle aussortiert, von der ich mich trennen will (siehe Beitrag vom 3. Februar). Diese hier war auch dabei, hats aber nicht bis ins "Regal" geschafft. Sie ist so alt, dass sich weder auf Ravelry noch bei Google Einträge finden und sie hat bestimmt mehr als zehn Jahre in meinem Vorrat ausharren müssen. Es ist eine Dochtwolle mir einem kleinen, nicht kratzenden Mohairanteil (20%) und einer schwer fotografierbaren Farbe, etwas dunkler als auf den Bildern. Nachdem ich mehrere Projekte wieder verworfen hatte (zu warm, zu wenig Material, zu dick) strickte ich eine kleine Decke daraus. Manchmal ist es wirklich so, dass einem die Wolle sagt, was sie werden möchte. Man muss ihr nur lange genug Zeit lassen und gut hinhören.

Bei der Decke lehnte ich mich an die Stonington-Anleitung. Dieses Mal wollte ich mir aber die aufwendige Spitzen-Umrandung nicht antun, nicht nur weil die Wolle dafür nicht ausreichen würde. Ich habe mich dann für eine einfache I-Cord-Lösung entschieden. Für die Suche nach passender Wolle für eine Bordüre konnte ich mich nicht aufraffen, umso mehr als da in verschiedenen Taschen und Körben noch etliche angefangene Werke herumstehen, leise und bereits etwas vorwurfsvoll vor sich hingrummelnd, wann denn sie endlich an der Reihe sind ....

Mit der Decke bin ich sehr zufrieden, sie ist schlicht und kompakt, aber nicht brettig, genau richtig für kühle Winterabende. Das Material habe ich sehr gerne verstrickt, bin aber froh, eine Decke und kein Kleidungsstück daraus gemacht zu haben - ich lebe ja zum Glück nicht am Nordpol sondern in einer beheizbaren Wohnung.

Apropos Nordpol oder Meer: während des Strickens habe ich mir mit grossem Vergnügen die ersten zwei Staffeln der 70er Jahre-BBC-Serie "Onedin Line" mit Peter Gilmore und Anne Stallybrass angesehen. Und ich bin nicht sicher, welche Geschichte des Paars  mich mehr fasziniert, diejenige im Film oder im realen Leben. Und weils sie so schön ist, hier noch der Link zur Titelmusik.




 



400 g Vitesse Jaeger, N Nr. 5, 65 x 65 cm
Ravelry-Link