Samstag, 16. Februar 2013

Ds Basel a mym Rhy ...

... ist es wieder soweit:


Vom 18.- 20. Februar finden die drei scheenste Däg statt.

Tolle Malereien zu Basler und anderen Themen macht immer wieder Heidi Schmelzer-Metzger.

Sonntag, 10. Februar 2013

Alte Kalenderblätter

Anfang Jahr gilt es oft, alte Kalender zu entsorgen. Viele davon sind aber zu schön um einfach im Altpapier-Stapel zu verschwinden. Sie gehen dann noch in dieser Form auf die Reise:


Samstag, 9. Februar 2013

Und fertig.

Beim Spaziergang durch die Stadt habe ich ein passendes Model entdeckt:






Gleich in der Nähe befindet sich besagtes Wollgeschäft - ich habe die restlichen Kügelchen-Knäuel nun auch noch abgeholt ...

Mittwoch, 6. Februar 2013

Zurück zum Anfang

Es gab eine Zeit, da habe ich nicht gestrickt, keine einzige Masche - mehrere Jahre lang. Ich hatte wegen einer happigen Sehnescheide-Entzündung aufhören müssen, ausgelöst durch einen schweren Baumwollpullover, den ich mit Metallnadeln (!) strîckte. Als ich nach Jahren der Strick-Abstinenz aber im Schaufenster eines Wollladens ein Stirnband mit eingstrickten Kügelchen sah, dachte ich mir: so etwas ganz leichtes Kleines wird doch möglich sein, ohne dass die Beschwerden wiederkommen. Rein ins Geschäft und der Rest ist Geschichte, d.h. seit da (ca 1997 ....) stricke ich wieder. Allerdings nie mehr mit Metall-Nadeln, und für grosse Teile verwende ich meistens eine Rundstricknadel.

Vor kurzem habe ich im selben Wollgeschäft wieder den schnuckligen Beifaden mit Kügelchen entdeckt und nun erneut ein Stirnband angeschlagen (21 M, Patentmuster). Auf dem Bild sieht mans nicht so gut, aber die Kügelchen gucken ganz frech und schön glänzend aus den Maschen hervor.



Stirnband aus Schulana Angora-Fashion und Lang Lumière, N Nr. 4,5


Sonntag, 3. Februar 2013

Film-Fenster

Die Solothurner Filmtage, die Werkschau des Schweizer Filmschaffens, sind ein Fixpunkt in meinem Jahresablauf. Ich absolviere jeweils fast einen Marathon und schaue mir in diesen wenigen Tagen mehr Filme an als über das ganze Jahr verteilt. Wie immer hatte es solche darunter, die ich unbedingt - sehr - oder einfach sehenswert finde:

unbedingt:
Forbidden Voices (Link führt zur Webseite des Films)
Drei Widerstandskämpferinnen aus Kuba, Iran und China, die via Blog trotz beschnittener Meinungsäusserungsfreiheit ihre Stimme erheben. Ein aufrüttelnder Film.

Botiza
Die Chronik eines Dorfs im Maramures in Rumänien, wo alles noch mit dem Pferd gemacht wird in einer Zeit, da die Moderne einbricht.

sehr:
von heute auf morgen
Der Film begleitet vier alte Menschen und die Spitex in ihrem Alltag und auf der Gratwanderung der Entscheidung, wie lange das Leben zu Hause noch möglich ist und wann ein Heimeintritt notwendig ist.

Sagrada
Ein eindrücklicher und vielschichter Film über ein grosses Bauwerk und den geheimnisvollen Prozess des Schöpfens.

Mein erster Berg
Ein Film, der fast ohne Worte auskommt und nur Bilder und Töne wirken lässt. Ein Erich-Langjahr-Film ist seine Zeit immer wert.

auch noch:
Hiver Nomade
Ein alter Schäfer und eine junge Frau, die es werden will - zusammen mit 800 Schafen, zwei Eseln und Hunden unterwegs durch den Winter.

Thorberg

muss nicht sein:
Argerich - der Film einer Tochter einer berühmten Mutter und über das Leben mit ihr oder ohne sie.

So oder so - ich geniesse die Filmtage immer sehr. Sie öffnen viele Fenster in andere Welten und die sonst übliche Kleinstadt-Stimmung wird für kurze Zeit von einem Grossstadt-Puls abgelöst. Solothurn ist das ganze Jahr über eine Reise wert, im Januar aber jeweils ganz besonders so.

Dienstag, 8. Januar 2013

Leicht, weich und warm

Leicht, weich und warm, so mag ichs gern. Ein kleineres Zwischendurchwerk aus einem wunderschönen Seidengarn. Die Farbe ist ein dunkles Grauviolett, das Garn besteht aus 85% Seide und 15% Nylon.
Nach Original Anleitung würd das Teil im Perlmuster und über der Achsel ein Zopf eingestrickt. Ich habe es wie das Muster im Wolladen glatt rechts gestrickt, auch so ist bei diesem Bouclé-Garn kaum eine Vorder-und Rückseite auszumachen. Das Bolero wird vom Ärmel her quer gestrickt, die Anleitung ist bereits ohne Zopf und Perlmuster kompliziert genug. Wenn ichs nochmals stricken würde, gäbe es wohl etwas längere Ärmel dran. Ich bin aber auch so ganz zufrieden, es trägt sich wunderbar. Na klar - Seide, what else? Die dunklere Farbe stimmt eher mit der Realität überein.



220 g Lang Yarns Perla, N Nr. 3,5, Muster aus Filati Handstrick Nr. 40






Sonntag, 6. Januar 2013

Der Blick zurück

Wie in den letzten Jahren an dieser Stelle wieder der Blick zurück. Einige Antworten bleiben sich über die Jahre gleich – vielleicht wäre es mal Zeit, diese Fragen durch neue ersetzen. Ein erstes Projekt für 2013 also …

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
8

2. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

3. Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich habe eine stärkere Brille …

5. Mehr Kohle oder weniger?
Gleichviel und vor allem genügend = ich kann all meine Rechnungen bezahlen und es bleibt immer noch ein Rest für den einen oder anderen, meist aber viele Knäuel schöne Wolle.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Ich habe im März eine neue Arbeitsstelle angetreten – vieles und Entscheidendes ist besser, anderes aber auch klar schlechter. Der Wechsel hat sich für mich trotzdem gelohnt, es lebt sich viel besser in der neuen Situation.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich würde mal schätzen, in etwa gleich.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Einsichten in Bezug auf meine Arbeit und auf das, was Lebensqualität ausmacht.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Gleich wenig - leider.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Eine.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Eben diese: ein hartnäckiger und äusserst schmerzhafter Hexenschuss. Die Hexe hatte sich über Wochen an meinem Rücken festgekrallt.

12. Der hirnrissigste Plan?
Sommer am See: bereits gefasst aber noch nicht umgesetzt: im kommenden August für einen Monat in eine Ferienwohung am nächsten See zu ziehen und dann von dort aus arbeiten zu gehen.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Mein Leben verläuft in ruhigen Bahnen - da ist weit und breit keine gefährliche Unternehmung auszumachen. Spannendes und Aufregendes muss nicht unbedingt auch gefährlich sein.

14. Die teuerste Anschaffung?
Wieder mein GA.

15. Das leckerste Essen?
Moules Marinières im Café Postgasse in Bern

16. Das beeindruckendste Buch?
Vielleicht doch "Leon und Louise" von Alex Capus?
Beeindruckt hat mich aber vor allem ein Kochbuch von Yotam Ottolenghi. Es ist ein Riesenschunken in englischer Cofffeetable Book Manier und begeistert mich durch die Rezepte, die Bilder, den Text. Last but not least aber vor allem durch die Tatsache, dass in London ein Israeli und ein Palästinenser best friends sein und zusammen so tolle Sachen auf die Beine stellen können. Auf Yotam Ottolenghi wurde ich durch seine Koch-Kolumne im Guardian aufmerksam. Alle seine Bücher hier - ich habe mir das grüne angeschafft.

17. Der ergreifendste Film?
"More than Honey" und darin das Bild wie es aussieht, wenn Menschen anstatt Bienen die Obstbäume bestäuben – weil es keine Bienen mehr gibt – in China.

18. Die beste CD?
Ich habe mir nur zwei CDs gekauft – beides sind alte Aufnahmen aber "für die Ewigkeit": "Blue" von Joni Mitchell und eine Best of Judy Collins. Die Musik dieser beiden Frauen begleitet mich seit langem und River finde ich nicht nur um Weihnachten herum toll.

19. Das schönste Konzert?
Ein kleines Konzert in einem Buchladen in England, mit der innovativen "Bookshop-Band". Eine Kostprobe hier und mehr zur Band hier. Die BSB schreibt Lieder zu Büchern, die sie gelesen haben und tourt damit von Bookshop zu Bookshop in ganz England mit grossem Erfolg.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Arbeiten.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Freundinnen und Freunden, viele davon seit Jahren an meiner Seite, eine der Schatzkisten in meinem Lebensschrank.

22. Zum ersten Mal getan?
Einen alten goldenen Rahmen restaurieren und einen Spiegel einsetzen lassen, das grosse Dinge eingepackt in eine Wolldecke durch die Stadt getragen.
Einen Nähkurs besucht – tue ich immer noch und gerne. Schöne Stoffe können mich ebenso begeistern wie schöne Garne.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Eine neue Arbeitsstelle angetreten – das erste Mal seit 20 Jahren. Es war anstrengender als ich angenommen hatte, aber ich bin immer noch dort. Ich scheine nicht nur im Stricken Durchhaltevermögen zu haben. Siehe auch Fragen 6 und 8.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Auf einen Konflikt im Arbeitsteam.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Es hat vermutlich etwas mit Struktur zu tun und dass sich gewisse Arbeits- und Lebensbereiche damit etwas leichter bewältigen lassen.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Socken – ich mache immer wieder die Erfahrung, dass sich Menschen, vorwiegend Männer, unglaublich über selbst gestrickte Socken freuen.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein gemaltes Bild einer englischen Landschaft mit weidenden Schafen, von diesem Maler: George Weissbort.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Das vergesse ich immer gleich wieder ….

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
… und das auch. Vielleicht könnte ich mal ein "schönstes Satz-Buch Heft" beginnen. Noch ein Projekt für 2013.

30. Dein Wort des Jahres?
Zuversicht.

31. Dein Unwort des Jahres?
Sorgerecht – ein Begriff aus meinem Arbeitsalltag im Kindesschutz - die richtige Bezeichnung heisst "elterliche Sorge" und hat wenig mit "Rechthaben" zu tun, etwas wozu der leidige Begriff vor allem bei stritten Eltern immer wieder verleitet.
Ich ärgere mich immer wieder darüber, wie sich dieser Begriff in die Alltagssprache eingeschlichen hat, ohne dass es ihn im Gesetz oder in der Lehre und Rechtssprechung gab. Zu Zeiten des alten Kindesrechts, als es Anstatt "elterliche Sorge" noch "elterliche Gewalt" hiess, wäre niemand auf die Idee gekommen, das als "Gewaltrecht" zu bezeichnen.

32. Dein Lieblingsblog / Website des Jahres?

Es gibt sehr viele Blogs, die ich regelmässig besuche und sehr schätze. Aus der langen Liste wähle ich nur drei aus:

Lamiacucina
Ich mag fast alles hier, die Rezepte an und für sich, sein Stil zu schreiben und die Bilder sowieso - kurz ein Lesevergnügen und Inspiration zugleich.

London Daily Photo
Jeden Tag ein Bild aus meiner Lieblingsstadt.

Lucys Attic24
Jetzt zum Jahresende eine wahre Bilderflut. Was sie mit Farben macht, ist immer wieder umwerfend. Sie hats geschafft, dass ich die Häkelnadel wieder in die Finger nahm ...

33. Lieblingsspruch des Jahres:
Love all. Trust a few. Do wrong to no one -William Shakespeare.

An dieser Stelle nachträglich Euch allen gute Wünsche für das noch fast neue Jahr und herzlichen Dank für Besuche und Kommentare. Auch wenn ich nicht auf alle reagiere - sie freuen mich immer.