Montag, 28. November 2011

Lebenszeichen I

In meinem Leben tut sich im Gegensatz zu hier sehr viel. Zeitweise ist es so anstrengend, dass die Energie für anderes zu knapp wird. Ich stricke immer noch und das ist ein gutes Zeichen. Fertiges gibts wenig zu zeigen - ausser einer Kleinigkeit:




Aus Resten von Sockenwolle sind diese schnusligen Handyhüllen entstanden, vorerst mal für die Geschenkkiste. Das Muster findet sich hier, Ravelryseite hier.

An Unfertigem hätte ich einiges zu bieten. Momentan stricke ich oft weils so schön "mindless" geht an einem Heidetuch:




Ich reihe einfach mehr oder weniger wahllos Sockenwollreste aneinander. Nun möchte ich noch eine schöne, nicht zu aufwändige Abschlussborte anstricken. Die Anleitung zum Tuch gibts hier, meine Raverly-Seite hier. Ich stricke das Tuch nicht genau nach Muster und mache die Zunahmen mit Umschlägen.

Mittwoch, 2. November 2011

Ein Ausflug in den vergangenen prächtigen Herbsttagen führte mich an einen wunderschönen Ort. Und wenn ich Pause mache, siehts dann etwa so aus:


Es ist ein wenig wie im Märchen ... und bevors Winter wird, schaffe ich es vielleicht, einen separaten Bilderbeitrag dazu einzustellen.


Rot auf Grün aus Blättern ...

... und aus Wolle.

Der Raspberry Mist ist rechtzeitig auf die nebligen Tage fertig geworden und mit ihm umhüllt mich Farbe und Wärme.








100 g Kid Seta, doppelt verstrickt, Farbe Nr. 3, Nadel Nr. 7
Ravelry-Seite

Sonntag, 25. September 2011

Raspberry Mist

Mit diesem himbeerfarbenen Hauch möchte ich mir den Duft des Sommers in den Winter tragen. Es wird ein luftiger, wärmender Schal werden, der gut zu meinem schwarzen Wintermantel passt. Muster und Material habe ich schon mal verwendet. Die Kid Seta ist einfach ein ganz tolles Garn, wärmt schön und kratzt kein bisschen.



100 g Kid Seta, Farbe Nr. 3, Nadel Nr. 7,  Ravelry-Seite

Sockenzeit

Es ist wieder mal Zeit, meine Sockenkiste aufzufüllen. Zwei Paare sind in Arbeit, resp. bereits fertig gestrickt. Diesem Knäuel konnte ich nicht wiederstehen und habe ihn noch auf dem Weg nach Hause angestrickt.




80 g Lang Jawoll Magic, N Nr. 2,5 Ravelry-Seite

Und hier passend zur Jahreszeit: Herbstsocken, noch nicht ganz fertig, dafür auf dem passenden Hintergrund:


Regia Antik Patch, Farbe Nr. 5754

Mittwoch, 7. September 2011

Ishbel III

Und bereits ist das erste Weihnachtsgeschenk fertig! Für eine Liebhaberin der Farbe Lila ist dieser Ishbel - mein dritter - entstanden. Dieses Mal habe ich sowohl für den glatten wie für den Spitzenteil die grosse Grösse gestrickt, da das Tuch auch ein wenig wärmen soll.

Immer wieder ein eindrücklicher Moment: vor dem Spannen ...

... und nachher.




Mein Sohn stand mit etwas Widerwille Modell, aber von hinten macht das ja keinen grossen Unterschied.
130 g Lang Yarns Jawoll Magic, N Nr. 4,5 Muster von Isolda Teague

Dienstag, 30. August 2011

Es ist wieder soweit

Obwohl es ja in den letzten Wochen hier sehr heiss war, sind ein Paar Auftragssocken entstanden. Verwendet habe ich viele verschiedene blaue Resten und einmal mehr das Ringwood Muster. Ich weiss nicht, wie es kommt, dass das eine Bild nun kleiner erscheint ... die Technik überrascht mich immer wieder.
(Edit: ein paar Tage später habe ich dann doch noch herausgefunden, wie man die Bildgrösse bestimmen kann ....)



Ansonsten habe ich nach wie vor viele (= vier) verschiedene Projekte auf den Nadeln, zum Teil auch schon leicht angegraut vor Alter, so dass ich wohl nächstens die Mittwochs-Strategie wieder einführen muss, wenn ich auf einen grünen Zweig kommen will.

Die schöne heisse zweite August-Hälfte habe ich sehr genossen und nun, in diesen Tagen war es wieder soweit: meine liebste, die fünfte Jahreszeit hat stattgefunden und kündet den Herbst an.




Die fünfte Jahreszeit

(…) Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheuern gebracht ist, wenn sich die Natur niederlegt, wie ein ganz altes Pferd, das sich im Stall hinlegt, so müde ist es - wenn der späte Nachsommer im Verklingen ist und der frühe Herbst noch nicht angefangen hat -: dann ist die fünfte Jahreszeit.

Nun ruht es. Die Natur hält den Atem an; an andern Tagen atmet sie unmerklich aus leise wogender Brust. Nun ist alles vorüber: geboren ist, gereift ist, gewachsen ist, gelaicht ist, geerntet ist - nun ist es vorüber. Nun sind da noch die Blätter und die Gräser und die Sträucher, aber im Augenblick dient das zu gar nichts; wenn überhaupt in der Natur ein Zweck verborgen ist: im Augenblick steht das Räderwerk still. Es ruht.

Mücken spielen im schwarz-goldenen Licht, im Licht sind wirklich schwarze Töne, tiefes Altgold liegt unter den Buchen, Pflaumenblau auf den Höhen ... kein Blatt bewegt sich, es ist ganz still. Blank sind die Farben, der See liegt wie gemalt, es ist ganz still. Boot, das flußab gleitet, Aufgespartes wird dahingegeben - es ruht.
So vier, so acht Tage –
Und dann geht etwas vor.

Eines Morgens riechst du den Herbst. Es ist noch nicht kalt; es ist nicht windig; es hat sich eigentlich gar nichts geändert - und doch alles. Es geht wie ein Knack durch die Luft - es ist etwas geschehen; so lange hat sich der Kubus noch gehalten, er hat geschwankt..., na ... na ..., und nun ist er auf die andere Seite gefallen. Noch ist alles wie gestern: Die Blätter, die Bäume, die Sträucher ... aber nun ist alles anders. Das Licht ist hell, Spinnenfäden schwimmen durch die Luft, alles hat sich einen Ruck gegeben, dahin der Zauber, der Bann ist gebrochen - nun geht es in einen klaren Herbst. Wie viele hast du? Dies ist einer davon. Das Wunder hat vielleicht vier Tage gedauert oder fünf, und du hast gewünscht, es solle nie, nie aufhören. Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden – es ist nicht der Johannistrieb, es ist etwas andres. Es ist: optimistische Todesahnung, eine fröhliche Erkenntnis des Endes. Spätsommer, Frühherbst und das, was zwischen ihnen beiden liegt. Eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahre.


Es ist die fünfte und schönste Jahreszeit.


Kurt Tucholsky, Die fünfte Jahreszeit (Auszug)
Erschienen unter dem Pseudonym "Kaspar Hauser" in der Weltbühne am 22.10.1929


Sonntag, 7. August 2011

Der August ist da ...

... und damit höchste Zeit für meinen liebsten Früchtekuchen: