Donnerstag, 1. Januar 2009
Doch noch ein Blick zurück
1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
6
2. Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen.
3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer
4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
keine Veränderung
5. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr
6. Besseren Job oder schlechteren?
Gleich gut, ich habe meinen Beschäftigungsgrad reduzieren können.
7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, vor allem situationsbedingte Steuern.
8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Nein, nichts.
9. Mehr bewegt oder weniger?
Gleich wenig/viel wie letztes Jahr.
10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Keine.
11. Davon war für Dich die Schlimmste?
---
12. Der hirnrissigste Plan?
Eine Woche Campen in den Sommerferien.
13. Die gefährlichste Unternehmung?
None, everything under control.
14. Die teuerste Anschaffung?
Zwei: ein neues rotes Sofa und das GA.
15. Das leckerste Essen?
Lamm-Tajine chez Marit à Cratoule.
16. Das beeindruckendste Buch?
Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg.
17. Der ergreifendste Film?
Le rayon vert von Eric Rohmer.
18. Die beste CD?
Dick Gaughan: A Handful of Earth.
19. Das schönste Konzert?
Ein selbst gesungenes.
20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Arbeiten und Schlafen.
21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit mir selbst in der Provence.
22. Zum ersten Mal getan?
Campiert mit allem drum und dran.
23. Nach langer Zeit wieder getan?
Eine Woche an einem See verbracht, mit täglichem Bad.
24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Auf den Tod von D.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
---
26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Dass ich bei seinem Tod bei ihm war.
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die tiefe Versöhnung vorher.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Was auch immer geschieht, wir haben es gut gemacht.
29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich bin bei Dir.
30. Dein Wort des Jahres?
Trauerjahr.
31. Dein Unwort des Jahres?
KliB.
32. Dein Lieblingsspruch des Jahres?
Sweet Thames run softly till I end my song. Emund Spenser
33. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Viele Blogs lese ich regelmässig und sehr gerne. Im vergangenen Jahr haben mich vor allem die folgenden begleitet:
Ellen
Knit two purl two
and a no-knitting-one:
St. Kilda --- und hier rauscht das Meer ins Zimmer (Lautsprecher einstellen)
34. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vor vorigen Jahr!
Dieses Jahr ist Premiere. Deshalb nur ein Link zum ersten Eintrag diesen Jahres.
Mittwoch, 31. Dezember 2008
Ein Päckchen
Amedysli - Mittli - Stulpen
Dienstag, 30. Dezember 2008
News aus dem Strickkorb
Etwas klarer präsentiert sich die Lage hier:
Stonington Shawl by Elizabeth Zimmermann
Ausgehend von drei Maschen wird das ganze Tuch in einem Stück gestrickt - es gibt keine Nähte zum Zusammennähen und entsprechend elastisch wird es. Ribbeln ist hier keine Frage - und im Gegensatz zum Nantucket ist das Stricken hier äusserst erholsam.
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Hinter der Mauer

Vor kurzem nun hat sich das Tor für eine Woche geöffnet.

Und so sieht es also dahinter an einem wunderschönen Novembernachmittag aus:
Das besonders schöne Erkerzimmer war wohl dem Abt vorbehalten. Ueber die ganze Länge der nach Süden ausgerichteten Front zieht sich ein Spalier:
Bis heute ranken sich Heckenrosen und Passionsblumen daran hoch, ungeachtet dessen, dass das Haus nicht mehr bewohnt ist:
Blick in den Garten durch zwei Fenster hindurch:
Kaum zu glauben, dass das Licht im November so warm sein kann.
* * *
Und so ungefähr muss es früher ausgesehen haben:

* * *
Heute ist das Tor wieder geschlossen.
* * *
Nachtrag zu den Fragen in Euren Kommentaren:
Das Kapuzinerkloster Solothurn steht seit fünf Jahren leer. Die letzten Ordensbrüder sind damals in ein anderes Kapuzinerkloster umgezogen. Das Land und das Gebäude gehören dem Kanton Solothurn. Vor ein paar Jahren gab es eine Idee zur Umnutzung (Denkklause). Sie hätte allerdings zur Folge gehabt, dass ein Teil des Gartens mit Kuben überbaut worden wäre - die Idee wurde nicht realisiert.
Anlass für die Oeffnung war eine Weihnachtsausstellung. Sechs Personen hatten sich zusammengetan und boten dort ihre Werke zum Kauf an: der Chuchilade, Künstler und Künstlerinnen und eine Floristin. Im Innern das Hauses habe ich keine Photos gemacht - es waren einfach viel zu viele Leute da. Die Ausstellung ist auf jeden Fall einen Besuch wert, schon nur der Räumlichkeiten wegen. Das Refektorium ist gänzlich mit Holz ausgekleidet, an die langen Tische mit den einfachen Holzstühlen konnte man sich hinsetzen und bei Glühwein, Kaffee, Nüssen und Mandarinen eine Pause machen und sich vorstellen, wie es gewesen sein muss, als das Haus von einer Gemeinschaft belebt wurde.
Samstag, 8. November 2008
Messezauber
in Echt in der Mitte des Peterplatzes
Kinderträume I
Kinderträume II
Kinderträume III
Wollträume ...
... jetzt bei mir zu Hause.
Samstag, 1. November 2008
Vom UFO zum FO
Dieses Bild habe ich vor zwei Wochen gemacht ... das waren zu diesem Zeitpunkt (fast) alle meine angefangenen Projekte. Zum Teil fristeten sie seit mehr als einem Jahr das UFO-Dasein in irgendeinem Beutel oder Korb. Im Uhrzeigersinn:
- eine dunkelrote Weste nach der Zuckerjacke von Isager
- Handschuhe mit einem ostpreussischen Vogel-Herz-Muster
- Knöchelstulpen für kalte Wintertage
- ein rotes Kraka-Dreiecktuch
- türkis Mütze
Obwohl ich in der Regel gut mehrere Projekte neben einander stricken kann, begann mich das Wachsen dieser Liste doch langsam kribbelig zu machen. Mit etwas Disziplin und wenig Spass habe ich die Handschuhe und die Stulpen fertig gestrickt. Die Mütze wurde mit etwas weniger Disziplin, aber nach reiflicher Ueberlegung geribbelt. Da ich nur einen Knäuel von der Mützenwolle habe, ist sie potentielles Opfer für das nächste gestreifte Dreieckstuch.
Das rote Kraka Tuch werde ich bestimmt fertig stellen. Das Schicksal der Weste ist allerdings noch nicht festgeschrieben, ich bin nicht ganz glücklich mit diesem Projekt.
Die Handschuhe nach einem Muster aus diesem Büchlein (runterscrollen bis zum Eintrag vom 27.11.06) sind etwas lang geraten, auch sieht man das Gebastel auf der Höhe des einen Handgelenks gut. Es ist so lange her, dass ich den Grund dafür nicht mehr weiss. Ich habe sie mit Regia Silk gestrickt - ein wunderbar weiches und doch strapazierfähiges Material. Und irgendwie freue ich mich nun doch, dass sie fertig sind. Vor ein paar Jahren habe ich mich intensiv mit Ostpreussen befasst und kiloweise Bücher verschlungen. Die Themen "Heimat" und "Alles endgültig verlieren", die Bilder der Flucht im Januar 1945 bei eisigen Minustemperaturen haben mich lange beschäftigt. Und immer wenn ich an diesen Handschuhen strickte, ging mir durch den Kopf, dass vermutlich dieses Muster damals auch von Frauen in wärmende Wollsachen eingestrickt wurde.
Regia Silk, N. Nr. 2,5