Samstag, 8. November 2008

Messezauber

Der Besuch der Basler Herbstmesse auf dem Petersplatz ist jedes Jahr Programm und ein Fest für die Augen, fast noch mehr aber für die Nase. Der Duft der Rosenkiechli mischt sich mit Käs-Chüechli und Raclette, Glühwein und - most, Magenbrot, gebrannten Mandeln - eigentlich sollte man mal eine Runde mit verbundenen Augen den Marktständen entlang gehen ...

Das Karrussell in kleiner Ausgabe im Schaufenster


in Echt in der Mitte des Peterplatzes

Kinderträume I

Traumhaus

Kinderträume II

Kinderträume III

Wollträume ...

... jetzt bei mir zu Hause.

Ausnahmsweise mal nicht selbstgestrickt, sondern selbstgekauft: ... am Stand von Karin Wagner


Samstag, 1. November 2008

Vom UFO zum FO



Dieses Bild habe ich vor zwei Wochen gemacht ... das waren zu diesem Zeitpunkt (fast) alle meine angefangenen Projekte. Zum Teil fristeten sie seit mehr als einem Jahr das UFO-Dasein in irgendeinem Beutel oder Korb. Im Uhrzeigersinn:

- eine dunkelrote Weste nach der Zuckerjacke von Isager
- Handschuhe mit einem ostpreussischen Vogel-Herz-Muster
- Knöchelstulpen für kalte Wintertage
- ein rotes Kraka-Dreiecktuch
- türkis Mütze

Obwohl ich in der Regel gut mehrere Projekte neben einander stricken kann, begann mich das Wachsen dieser Liste doch langsam kribbelig zu machen. Mit etwas Disziplin und wenig Spass habe ich die Handschuhe und die Stulpen fertig gestrickt. Die Mütze wurde mit etwas weniger Disziplin, aber nach reiflicher Ueberlegung geribbelt. Da ich nur einen Knäuel von der Mützenwolle habe, ist sie potentielles Opfer für das nächste gestreifte Dreieckstuch.

Das rote Kraka Tuch werde ich bestimmt fertig stellen. Das Schicksal der Weste ist allerdings noch nicht festgeschrieben, ich bin nicht ganz glücklich mit diesem Projekt.

Die Handschuhe nach einem Muster aus diesem Büchlein (runterscrollen bis zum Eintrag vom 27.11.06) sind etwas lang geraten, auch sieht man das Gebastel auf der Höhe des einen Handgelenks gut. Es ist so lange her, dass ich den Grund dafür nicht mehr weiss. Ich habe sie mit Regia Silk gestrickt - ein wunderbar weiches und doch strapazierfähiges Material. Und irgendwie freue ich mich nun doch, dass sie fertig sind. Vor ein paar Jahren habe ich mich intensiv mit Ostpreussen befasst und kiloweise Bücher verschlungen. Die Themen "Heimat" und "Alles endgültig verlieren", die Bilder der Flucht im Januar 1945 bei eisigen Minustemperaturen haben mich lange beschäftigt. Und immer wenn ich an diesen Handschuhen strickte, ging mir durch den Kopf, dass vermutlich dieses Muster damals auch von Frauen in wärmende Wollsachen eingestrickt wurde.




Regia Silk, N. Nr. 2,5

Samstag, 25. Oktober 2008

Restenverwertung

Restenverwertung macht Spass .... Der Wollberg wird wieder mal gesichtet und dann auf angenehme Weise abgebaut. Das Tuch ist so schnell entstanden und das Streifenstricken hat mir so Freude gemacht, dass ich bereits das nächste angeschlagen habe.





Geschenk für ? aus Restenwolle

N. Nr. 5, ca 240 M, jede 2. Reihe 4 M weniger



Mittwoch, 8. Oktober 2008

Envie de Terroirs

Eine kleine Reise in den Süden hat meinen kurzen Sommer ein wenig verlängert:





Neben dem Stricken habe ich in meiner Urlaubswoche in den Collines Ardechoises auch einfach den schönen Garten und den sprichwörtlich blauen provenzalischen Himmel genossen. Ein Besuch in der schönen Stadt Uzès war jedoch ein Muss, ebenso wie das Kaffeetrinken unter Platanen:




oder das Café Gourmand im Terroirs



Aber auch im Süden verkünden die ersten fallenden Blätter das Herannahen des Herbsts:

* * *

Markttag in Bagnol sur Cèze

Südliche Märkte sind ein Fest für Augen und Nase:














Die meisten Bilder sprechen für sich selbst und es gibt nichts beizufügen. Mit einer Ausnahme: strickmässig waren auf dem Markt praktisch nur Gruselschocker wie diese hier aufzutreiben:


Kragen mit Ärmel, also echt - wer trägt sowas? Und derPullover daneben ... hm.

Noch mehr Lace

Zwischendurch oder nebenbei ist dieses Tuch entstanden und bereits verschenkt:

Kidsilk Haze, 70g, Farbe Dewberry,
Nadel Nr. 5, 90 x 180 cm


Endlich. Endlich. Endlich.

Endlich - die langsame Jacke ist fertig. So umständlich das Stricken war, so gestaltet sich auch die Präsentation - ich habe kein einziges gutes Bild von ihr. Das war ein echtes Stück Arbeit und ich war oft nah daran, das gute Teil in der Versenkung verschwinden zu lassen. Die Blenden sind angestrickt, den Kragen habe ich mühselig mit offenen Maschen angenäht. Das war dann wohl eine einmalige Angelegenheit. Mit dem Ergebnis bin ich aber trotzdem sehr zufrieden. Die Jacke passt und trägt sich sehr angenehm.


450 g Lana Grossa Linarte, Farbe Nr. 004
Nadel Nr. 5