Samstag, 8. August 2015

Sommer

Ein Sommermorgen an der Aare, Strickzeug und Buch ist mit dabei:


 

Samstag, 1. August 2015

Rückblick auf die Sockenphase

Seit Jahresbeginn sind neben den bisher gezeigten Socken auch noch die folgenden entstanden:

Crazy Zauberball "Olivenstrasse" und schwarze Sockenwolle, jeweils 5 Runden,
4 M re, 1 M li

Ravelry-Seite

Die alljährlichen Juni-Geburtstagssocken aus Lang Jawoll Magic
in einem Flechtmuster

Ravelry-Seite

aus Wunderwolle von deutschen Wanderschafen, Bezugsquelle hier,
Muster: 4 re, 1 li, 2 re, 1 li

Ravelry-Seite


aus Lang Jawoll Magic nach dem Muster "frischer Kaffee" von Fräulein Wollga

meine heissen Röstkaffee - Ravelry-Link


Aus diesen Resten habe ich zum ersten Mal sogenannte "Mathesocken" gestrickt. In der Restend-Gruppe auf Ravelry fand ich Angaben dazu. Man sucht sich Reste von Sockenwolle zusammen, ca 100g, und wiegt die einzelnen Reste ab. Je nach Gewicht wird nun mit jeder Farbe eine bestimmte Anzahl Runden gestrickt. Weil das ja sehr viele Fäden verursacht, werden einfach beim Übergang ca 10 - 12 M mit beiden Fäden zusammen gestrickt. So müssen die Fäden nicht vernäht werden, sondern können bis auf ca 2 cm zurückgeschnitten werden. Bei mir gab das dann gleich eine etwas verstärkte Sohle. Und wieder sind ein paar Reste verstrickt ... das Resultat ist bereits verschenkt.

Ravelry-Link zur "Anleitung" Mathesocken in der RestEnd-Group - natürlich gibt's dort auch viele andere Anregung zur Verarbeitung von Resten.






Ravelry-Seite

Donnerstag, 30. Juli 2015

Da war noch was

Ja, da war noch was.

Seit einem halben Jahr hatte ich immer wieder Beschwerden (sprich: Koliken), seit Frühling wusste ich, dass dies der Auslöser dafür ist:




Anfang Juli wurde der Gallenstein entfernt, zusammen mit der Galle und nun dürfte ich, wenn ich möchte, wieder jeden Tag "Schnitzel und Pommes" essen!
Zwei Tage nach der Operation schwamm ich bereits wieder in der rekordverdächtig warmen Aare:


Dieses Bild hat absoluten Seltenheitswert: das gabs noch nie, dass die Aare gleich warm war wie die Bassins! So stell ich mir einen richtigen Sommer vor.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Nach der Hitzewelle


Nachdem es endlich wieder einmal geregnet hat und die willkommene Abkühlung uns strickfreundliche Temperaturen beschert, mag ich wieder Strickzeug in den Händen halten. Offenbar hat mich der Tuch-Virus befallen. Zur Zeit sind nicht weniger als vier (!) Dreieck-Tücher auf den Nadeln. Meine Sockenphase scheint also durch die Tuchphase abgelöst zu werden.

Nachdem ich dieses Stück hier:

Stitch Sampler Shawl

und das hier:


geribbelt habe, kamen die neuen Ideen:


100g Lang Yarns Mille Colori Socks&Lace, Rowan Yorkshire Tweed 4Ply
 "Barley", N Nr. 3.5
Aus der oberkitschigen Lang Jawoll Süsswolle sollte zuerst ein Paar Socken werden. Nachdem ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wer diese süsslichen Socken dann auch wirklich tragen würde, war bald geribbelt. Nun entsteht zusammen mit der seit Urzeiten in meinem Vorrat schlummernden, guten alten Yorkshire Tweed 4Ply ein Dreiecktuch. Das Silk Kerchief hat mir immer gut gefallen, und obwohl die Designerin das Muster offenbar etwas schmollend vom Netz genommen hat, ist es nicht allzu schwer nachzustricken. Es ist eine schöne, erholsame Strickarbeit.

Und weil das Wollvorrat-Abbau Gefühl ein gutes ist, dauerte es nicht lang, bis ein weiteres Tuch aus gut gelagerter Wolle angeschlagen war:

Lana Grossa Gonfio und Lang Jawoll zusammen verstrickt mit N Nr. 7


Für die Streifen des Gonfio-Tuchs verwende ich die geribbelten Reste des Stitch Sampler Shawls.

Und hier nochmals eine Art Silk Kerchief, aus der vorsintflutlichen rustikalen Hauswolle und Resten von MiIlle Colori:

150g Lang Yarns Mille Colori, rustikale Hauswolle, N Nr. 5


Noch vor einer Woche konnte ich mir bei Temperaturen um die 35° nicht vorstellen, je wieder ein Strickzeug in den Händen zu halten. Ich sah mich schon meinen gesamten Wollvorrat zum Verkauf anbieten ... Jetzt geniesse ich es sehr, dass mir das Stricken wieder Freude bereitet! Es muss ja deswegen nicht gleich Winter werden. Für nächste Woche sind wieder 30° angesagt ...

Donnerstag, 11. Juni 2015

Sock Show

Zwei paar Socken sind zur Zeit auf den Nadeln und wurden bei meinem letzten Badibesuch auch noch gleich abgelichtet. Aus einem Knäuel Lang Jawoll Degrade wird "Röstkaffee", die Anleitung dazu heisst "Frischer Kaffee" von Fräulein Wollga,  auf Ravelry gratis herzunterzuladen.




Diesen "bunten Hund" habe ich bei Wunderwolle erstanden. Das Wunderwoll-Knäuel ist etwas rauher/robuster im Griff als die weiche Jawoll, aber für Socken find ich das eine gute Eigenschaft. Und die bunte Färbung gefällt mir gut. Sympathisch ist auch, dass die Wolle von deutschen Wanderschafen stammt. Das Muster ist ein Stino-Muster: 4Mre, 1Mli, 2Mre, 1Mli, schmiegt sich schön an am Bein ...


Ja, und hier noch ein Bild, wie es jeweils neben meinem Liegestuhl aussieht, resp. was alles mitkommt, damits ein gemütlicher Badi-Morgen wird.


Nun wird's aber eine Zeitlang keinen Badi-Morgen mehr geben. Am Samstag reise ich wieder Richtung Norden - über York und London nach Aberdeen und dann ab Richtung Western Isles. Beim Stöbern im Netz habe ich den Film "A wee tour of Aberdeen" gefunden: wer Meer, Hafen und Schiffe mag - draufklicken (bei Vimeo gibt's ein grösseres Bild ...).

Dienstag, 9. Juni 2015

Palatina #4

Es ist etwas vom Schönsten, einen frühen Sommermorgen in der Badi zu verbringen.


Ich habe dann meistens die ganze Grünfläche entlang des Aareborts für mich alleine - und kann ungestört die längst fälligen Bilder von der fertigen Palatina machen.


Ok - fast für mich alleine ...


Die Palatina habe ich nun bereits zum vierten Mal gestrickt und es wird nicht die letzte bleiben. Das Tuch trägt sich wie eine zweite Haut, es wärmt und ist doch federleicht. Und sie ist ein dankbares Photo-Objekt:

Palatina - Ravelry Link





Das Tuch wiegt knappe 90g. Alle meine Palatinen sind aus Peruseda (80% Alpaca, 20% Seide) gestrickt, die es jeweils als Kit bei Dagmar zu kaufen gibt. Die Palatina wird in der Josefinentechnik gestrickt: Zunahmen nur auf einer Seite.

Sonntag, 7. Juni 2015

Von Zeit zu Zeit ...

... muss ich nach London.

Diese Stadt übt eine magische Anziehung auf mich aus, aus ganz verschiedenen, offensichtlichen und auch aus sehr persönlichen Gründen. Vor kurzem war es wieder so weit: ich habe mit einer Freundin ein paar Tage in London verbracht, altbekannte Lieblingsorte besucht und Neues entdeckt.


Wenn immer möglich, buche ich ein Zimmer in "meinem" kleinen Guesthouse in Hammersmith. Die Zimmer sind einfach, kein TV und Telefon im Zimmer, aber sehr gemütlich und sauber, keine Nylon-Grusel- Bettwäsche und natürlich mit Kettle für Tee- oder Kaffeezubereitung. Der Blick aus dem Fenster geht auf den kleinen Garten, in dem man sich vom hektischen Stadtgewusel bestens erholen kann.



Eine Fahrt auf der Themse musste wieder mal sein, aber natürlich war ich zu spät dran mit photografieren, als die Brücke hochgezogen wurde ...


Die Aussicht von der Cafè Bar in der sechsten Etage der Tate Modern gehört zu den spektakulärsten der Stadt. Man soll von hier aus alle Glockentürme sehen können, die im Nursery Rhyme "Oranges and Lemons" vorkommen.



Ich war schon oft in London, aber noch nie in der Westminster Abbey. Da wir den Eintritt von 20 £ doch etwas happig fanden, haben wir uns in die Schlange eingereiht und um 17h00 den täglich stattfindenden Even Song besucht (Eintritt kostenlos). Zwei der zehn Märtyrer-Figuren über dem Portal sind Frauen, unter den männlichen finden sich Martin Luther King und Dietrich Bonhoeffer.




Natürlich durften walks in the park nicht fehlen - hier in meinem Lieblingspark Queen Marys Garden, einem Rosengarten mitten im Regents Park. Für die Rosen wars noch grad etwas gar früh, aber das Wetter spielte wunderbar mit.

Royal Albert Hall, 28. Mai 2015

Jahaaa, ich habe mir einen lang gehegten Herzenswunsch erfüllt. Wir haben ein Konzert in der Royal Albert Hall besucht und ich war einfach hin und weg, von der "Halle" selbst, aber auch unerwarteter Weise von der bereits in die Jahre gekommen Truppe Ten CC. Ja, ich buchte einfach etwas, wofür ich noch Tickets kriegte und das terminlich in unsere Pläne passte. Der Herr Knöpfler war bereits total ausverkauft .... Ten CC haben brilliant gespielt und gesungen und die Stimmung war unbeschreiblich, das Publikum war ausser sich, trotz dem doch eher fortgeschrittenen Durchschnittsalter. Da steht heute schon fest, was in meiner Jahresend-Rückschau als bestes Konzert aufgelistet wird.

Ten CC spielen das

und das und der bestbekannte Heuler ist wohl  I'm not in love

nach dem Konzert, warten auf den Bus home ...
Und das Beste kommt zum Schluss: in einer Woche bin ich schon wieder dort! Auf meinem Weg nach Schottland lege ich einen kurzen Halt in London ein. Einmal monatlich, daran könnte ich mich glatt gewöhnen .... und dieses Mal werden die Rosen in Queen Marys Garden in voller Blüte stehen!

* * *

Buchtipp: Quiet London von Siobhan Wall ist ein Londonführer der besonderen Art, mit vielen guten Hinweisen, wie oder besser wo man sich der Hektik der Stadt entziehen oder sich von ihr erholen kann.