Donnerstag, 11. Juni 2015

Sock Show

Zwei paar Socken sind zur Zeit auf den Nadeln und wurden bei meinem letzten Badibesuch auch noch gleich abgelichtet. Aus einem Knäuel Lang Jawoll Degrade wird "Röstkaffee", die Anleitung dazu heisst "Frischer Kaffee" von Fräulein Wollga,  auf Ravelry gratis herzunterzuladen.




Diesen "bunten Hund" habe ich bei Wunderwolle erstanden. Das Wunderwoll-Knäuel ist etwas rauher/robuster im Griff als die weiche Jawoll, aber für Socken find ich das eine gute Eigenschaft. Und die bunte Färbung gefällt mir gut. Sympathisch ist auch, dass die Wolle von deutschen Wanderschafen stammt. Das Muster ist ein Stino-Muster: 4Mre, 1Mli, 2Mre, 1Mli, schmiegt sich schön an am Bein ...


Ja, und hier noch ein Bild, wie es jeweils neben meinem Liegestuhl aussieht, resp. was alles mitkommt, damits ein gemütlicher Badi-Morgen wird.


Nun wird's aber eine Zeitlang keinen Badi-Morgen mehr geben. Am Samstag reise ich wieder Richtung Norden - über York und London nach Aberdeen und dann ab Richtung Western Isles. Beim Stöbern im Netz habe ich den Film "A wee tour of Aberdeen" gefunden: wer Meer, Hafen und Schiffe mag - draufklicken (bei Vimeo gibt's ein grösseres Bild ...).

video

Dienstag, 9. Juni 2015

Palatina #4

Es ist etwas vom Schönsten, einen frühen Sommermorgen in der Badi zu verbringen.


Ich habe dann meistens die ganze Grünfläche entlang des Aareborts für mich alleine - und kann ungestört die längst fälligen Bilder von der fertigen Palatina machen.


Ok - fast für mich alleine ...


Die Palatina habe ich nun bereits zum vierten Mal gestrickt und es wird nicht die letzte bleiben. Das Tuch trägt sich wie eine zweite Haut, es wärmt und ist doch federleicht. Und sie ist ein dankbares Photo-Objekt:

Palatina - Ravelry Link





Das Tuch wiegt knappe 90g. Alle meine Palatinen sind aus Peruseda (80% Alpaca, 20% Seide) gestrickt, die es jeweils als Kit bei Dagmar zu kaufen gibt. Die Palatina wird in der Josefinentechnik gestrickt: Zunahmen nur auf einer Seite.

Sonntag, 7. Juni 2015

Von Zeit zu Zeit ...

... muss ich nach London.

Diese Stadt übt eine magische Anziehung auf mich aus, aus ganz verschiedenen, offensichtlichen und auch aus sehr persönlichen Gründen. Vor kurzem war es wieder so weit: ich habe mit einer Freundin ein paar Tage in London verbracht, altbekannte Lieblingsorte besucht und Neues entdeckt.


Wenn immer möglich, buche ich ein Zimmer in "meinem" kleinen Guesthouse in Hammersmith. Die Zimmer sind einfach, kein TV und Telefon im Zimmer, aber sehr gemütlich und sauber, keine Nylon-Grusel- Bettwäsche und natürlich mit Kettle für Tee- oder Kaffeezubereitung. Der Blick aus dem Fenster geht auf den kleinen Garten, in dem man sich vom hektischen Stadtgewusel bestens erholen kann.



Eine Fahrt auf der Themse musste wieder mal sein, aber natürlich war ich zu spät dran mit photografieren, als die Brücke hochgezogen wurde ...


Die Aussicht von der Cafè Bar in der sechsten Etage der Tate Modern gehört zu den spektakulärsten der Stadt. Man soll von hier aus alle Glockentürme sehen können, die im Nursery Rhyme "Oranges and Lemons" vorkommen.



Ich war schon oft in London, aber noch nie in der Westminster Abbey. Da wir den Eintritt von 20 £ doch etwas happig fanden, haben wir uns in die Schlange eingereiht und um 17h00 den täglich stattfindenden Even Song besucht (Eintritt kostenlos). Zwei der zehn Märtyrer-Figuren über dem Portal sind Frauen, unter den männlichen finden sich Martin Luther King und Dietrich Bonhoeffer.




Natürlich durften walks in the park nicht fehlen - hier in meinem Lieblingspark Queen Marys Garden, einem Rosengarten mitten im Regents Park. Für die Rosen wars noch grad etwas gar früh, aber das Wetter spielte wunderbar mit.

Royal Albert Hall, 28. Mai 2015

Jahaaa, ich habe mir einen lang gehegten Herzenswunsch erfüllt. Wir haben ein Konzert in der Royal Albert Hall besucht und ich war einfach hin und weg, von der "Halle" selbst, aber auch unerwarteter Weise von der bereits in die Jahre gekommen Truppe Ten CC. Ja, ich buchte einfach etwas, wofür ich noch Tickets kriegte und das terminlich in unsere Pläne passte. Der Herr Knöpfler war bereits total ausverkauft .... Ten CC haben brilliant gespielt und gesungen und die Stimmung war unbeschreiblich, das Publikum war ausser sich, trotz dem doch eher fortgeschrittenen Durchschnittsalter. Da steht heute schon fest, was in meiner Jahresend-Rückschau als bestes Konzert aufgelistet wird.

Ten CC spielen das

und das und der bestbekannte Heuler ist wohl  I'm not in love

nach dem Konzert, warten auf den Bus home ...
Und das Beste kommt zum Schluss: in einer Woche bin ich schon wieder dort! Auf meinem Weg nach Schottland lege ich einen kurzen Halt in London ein. Einmal monatlich, daran könnte ich mich glatt gewöhnen .... und dieses Mal werden die Rosen in Queen Marys Garden in voller Blüte stehen!

* * *

Buchtipp: Quiet London von Siobhan Wall ist ein Londonführer der besonderen Art, mit vielen guten Hinweisen, wie oder besser wo man sich der Hektik der Stadt entziehen oder sich von ihr erholen kann.